Historische Brände und Einsätze.

1769 15.. Januar

Brand des Hauses Martin Groll,( Haus Nr. 26 Storhas), in der Schmiedgasse. Das Feuer brach zwischen 12 und 1 Uhr nachts aus und wurden hierbei 9 Häuser ein Opfer der Flammen. Hierunter befand sich auch die Dorfschmiede.

Ein Bericht des Pfarrers Franz Xaver Gerold an den Churfürsten vom 21.2.1771 besagt unter anderem, daß in der Zeit von 3 Stunden 9 Häuser ganz in Asche gelegt wurden, worauf die Gemeinde zur Abwendung noch größeren Unglücks die schon lange gewünschte Bruderschaft S. Cordis Jesu im Pfarrgotteshaus S. Martin aufzurufen gelobt hat.

Bis zum Jahre 1812 ist uns kein Brand mehr bekannt wenigstens wurden in dieser Zeit keine Aufzeichnungen gemacht.

1812

6. Mai

Es war am Vorabend des Christi Himmelfahrtsfestes. Da brach in dem Hause des Blasi Schelle Nr. 4; Schmidpeter, zwischen 10 und 1100 vormittags Feuer aus. Der Brand wurde in der Streu und Lauberhütte entdeckt. Da es weder an hilfsbereiten Leuten, noch an Wasser mangelte, so war, trotzdem bereits die Heubühne brannte, das Feuer in kurzer Zeit gelöscht. Etliche Gemeindemänner blieben versehen mit Wasservorrat an der Brandstelle zurück. Abends nach 10oo als bereits das ganze Dorf in tiefen Schlummer lag, weckten abermals Alarmrufe. Voller Bestürzung und schlaftrunken liefen die Bewohner aus den Häusern ein jeder durch die große Helle meinend daß es in seinem Hause selbst brenne. Im Städelchen, Getreidekasten, Holzlege und Wagenremiese, des Wolfgang Rauch Nr. 0; ganzer Bauer, brach plötzlich selber Feuer aus. Als man endlich erfuhr wo es brenne eilte alles dorthin um Anstalt zum Löschen zu treffen. Die Zunächst des Stadels stehenden Häuser Nr. 4 und 6 standen aber bereits in Flammen, jede Rettung war hier vergebens. Durch Eingreifen fremder Hilfe wurde das 4 Schritt entfernte Haus Nr. und 1 gerettet.

Der Hagenheimer Obmann hat sich hier mit seiner Mannschaft und mitgebrachten Spritze ganz besonders ausgezeichnet.

Durch den forschenden Nord-Ostwind trieb das Feuer gegen Süden zu und ergriff des Johann Rauch`s Wasch- und Backküche und des Johann Fichtner`s, Nr. 3 Kistler, Wohnhaus. Unterdessen kam weitere Hilfe aus Issing, Pflugdorf, ausgenommen Dettenschwang, auch Ludenhausen fehlte. Es galt nun die Rettung des Hauses Eustachius Fichtner Nr. 5, aber vergebens. Im Nu war auch das Haus des Mathias Degele Nr. 17 in hellen Flammen. Auch das Haus von Michael Maier Nr. 8 stand bereits in hellen Flammen, konnte aber gerettet werden. Auch die Häuser Nr. 7 und 14 welche auf der anderen Straßenseite standen, waren stark gefährdet und konnten Dank der Issinger und Pflugdorfer noch gerettet werden. Anwesend waren 3 Spritzen, nämlich die Thaininger, die Hagenheimer und die Pflugdorfer, es waren dies kleine tragbare Kübelspritzen.Um 1ooNachts trafen auch die Landsberger mit 2 Feuerspritzen ein. Die ganze Nacht hindurch und noch den ganzen folgenden Tag bis abends war man mit Löschen beschäftigt.

Die ganze Umgebung zeigte sich in menschenfreundlicher hilfsbereiter Weise und unterstützte die schwerbetroffenen Einwohner mit besten Kräften. Wie dieses große Schadenfeuer entstanden ist, wurde nicht bekannt, daß es aber durch einen bösen Menschen gelegt wurde, ist außer allem Zweifel. Die niedergebrannten Häuser wurden wieder aufgebaut. Da zur Zeit das Kloster Wessobrunn in einigen Teilen dem Abbruch anheim fallen lassen mußte, so war den Brandgeschädigten Leuten Gelegenheit geboten billiges Baumaterial, Ziegelsteine von Wessobrunn her zu beziehen.

1813

27. November

Nachts zwischen 11 - 12 Uhr brennt das Haus im Grasweg Haus Nr. 3 genannt Pfeiferschuster ab. Das Haus brannte vollständig nieder. Issing, Pflugdorf und Ludenhausen leisteten Hilfe.

1846

27. Mai

Zwischen 11 und 12 00 nachts, brach im Hause des Mathias Groß Haus Nr. Feuer aus. Das ganze Haus wurde in Asche gelegt. Wie der Brand entstand wurde nicht bekannt.

1856

15. Juni

Schlug der Blitz in das Haus Nr.99 ein und tötete ein Kalb.

1862

 

Brand des Hauses des Johann Wegele, Wirtshaus, Das Haus wurde vollständig in Asche gelegt. An dessen Stelle entstand das heutige "Altenwirthaus".

1864

8. Dezember

Haus Nr.53 brennt ab. (Brandursache unbekannt)

1865

25. März

Blitzschlag im Hause des alten Wirt Haus Nr. 3 in der Obergasse. Das Feuer konnte gelöscht werden.

1867

6. Juni

Hirschauer Bobelschmid Haus Nr. 6 brannte vollständig nieder, wurde wieder aufgebaut.

1868

 

Vollständige Einäscherung des Einödhofes "Hungermühl". Wurde wieder neu aufgebaut.

1870

 

Mohrenweiser, Fleckenmann, Haus Nr. 1 brannte vollständig nieder wurde wieder aufgebaut.

1870

 

Urbelelena, jetzt Schmiede im Flecken, brannte vollständig nieder.

1876

Im Winter

Königsbauer zwischen Metzger und Boblschmied gelegen brannte total nieder, wurde nicht mehr aufgebaut.

1881

22. März

Dießi Haus Nr. 9 neben Schulhaus brannte total nieder mit diesem Haus fiel auch der Stall am Schulhaus zum Opfer.

1882

April

Ochsenbauer Haus Nr. 9 in der Untergasse brannte vollständig nieder.

1885

30. Januar

Hager Mathias Haus Nr. 05 brannte vollständig nieder wurde wieder aufgebaut.

1889

12. Juli

Stechele Leonhard, Bona, Haus Nr. in der Untergasse brannte vollständig nieder, wurde wieder aufgebaut.

1903

12. Mai

Zerhoch Anton Haus Nr. brannte vollständig nieder, durch diesen Brand fiel auch Haus Nr. welches ebenfalls dem Zerhoch gehörte. Die Häuser wurden nicht mehr aufgebaut.

1906

17. November

Das Haus des Josef Spies Haus Nr. 9 im Grasweg Dickten, brannte ab. Wurde wieder aufgebaut.

1910

16. Januar

Max Keller Haus Nr. 3, Krätzenjackl, brannte vollständig nieder. Wurde wieder aufgebaut. Blitzschläge kamen in den achtziger Jahren, 1880, nur bei Josef Hoy in der Untergasse und bei Marzell Geisenberger in der Obergasse. Beide Schläge zündeten nicht.

1913

24. September

Abends 8oo das Anwesen des Thassilo Stricker Haus Nr. 5 in der Schmiedgasse niedergebrannt. Stricker baute gegenüber dem Theater auf dem Ackergelände ein neues Haus.

1925

20. Febr.

Haus Nr. 111 abends um ½ 11 abgebrannt.

1931

22. April

Haus Nr. 75 Vormittags um 10 00 brennt das Haus ab. (Brandstiftung).

1931

7. Juli

Brand bei Gebele Haus Nr. Brandursache: Brandstiftung. Brannte völlig nieder, wurde wieder Aufgebaut.

1939

 

bis 1945 mußte die FFW zweimal nach einem Bombenangriff zum Löschen nach München zum Einsatz. Mit einem bereitgestellten Lastauto wurde sie transportiert und glücklicher Weise kamen jedesmal die 9 Wehrmänner mit dem Gerät wieder nach Hause.

1945

22.5. / 23.5

Brand bei Steer (Hardl) Haus Nr. 63 Brandstiftung vermutlich von 2 zur Arbeit eingeteilten französischen Kriegsgefangenen. Durch die verhängte nächtliche Ausgangssperre der amerikanischen Besatzung wurde ein Löschen verhindert, deshalb brannte der Hof völlig ab. 4 Ochsen, 1 Kuh und 1 Rind wurden ein Opfer der Flammen.

1947

Herbst

Brannte der Wald auf der Ahrnspitze zwischen Garmisch und Mittenwald. Eine Abordnung der Thaininger Feuerwehr war zur Wasserbeförderung mit einer zur Verfügung gestellten Motorspritze, Marke Breuer, über mehrere Tage im Einsatz. Übernachtet wurde in einem Feldstadel. Als Entschädigung gab es über Bezugsmarken Wehrmachtsschuhe. Dabei waren: Keller Max, Mayr Max, Meiendres Alban, Stork Georg.

1948

18. April

Brannte es bei Stork Georg Haus Nr. nachmittags um 3oo. Brandursache: zündelnde Buben. Da viele Leute schnell zur Stelle waren konnte größerer Schaden verhindert werden.

1956

1. Juli

Am Tage der Feier des 25. Priesterjubiläums von Hochwürdigem Herrn Pfarrer Franz Seidl, brannte das Anwesen des Max Mayr Nr.15 bis auf die Grundmauern ab: durch Blitzschlag in den Dachständer, abends ca. 7oo

Das Haus wurde nicht mehr aufgebaut. An seiner Stelle steht jetzt ein Einfamilienhaus mit dem Laden; ein neuer Hof entstand am Ausgang der "Siedlung."

1969

7. Februar

Großbrand beim Gasthaus Stork Haus Nr. 24 (Alter Wirt) Die Wirtschaft mit Landwirtschaft wurde vollständig eingeäschert.

1969

10. Oktober

Brand bei Braun in Obermühlhausen. Die Thaininger FFW hielt Brandwache vom 10.10. 2100 - 11.10. 01oo

1971

7. Februar

Brand bei Baylacher Simon Haus Nr. 7 Schwette. Brandursache: defekter Kamin. Es brannte am Sonntagvormittag ca. um 1000 während der hl. Messe. Übereifrige Brandhelfer stellten den brennenden Ölofen in die Scheune vom Nachbarn. Die FFW Pflugdorf / Stadl und FFW Landsberg waren auch im Einsatz.

1971

13. Juli

Wohnhausbrand in Ludenhausen. Die Thaininger FFW wurde nicht mehr Eingesetzt, blieb aber in Bereitschaft.

1972

14. -15. Januar

Brannte die Dorflinde, die 1775 gepflanzt wurde. Der Brand wurde vermutlich von spielenden Kindern gelegt. Er wurde von der FFW gelöscht. Die Linde überlebte.

1972

19. Juni

Brand bei Kirchmann Josef Haus N0 8 Buchnerweg. Gegen 1630 brach nach einem Gewitter im landwirtschaftlichen Teil Feuer aus. Dieses griff auch auf die benachbarte Schreinerei von Keller Michael über. Beide Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Neben der FFW Thaining waren auch Pflugdorf / Stadl, Issing, Ludenhausen, Landsberg und St. Ottilien im Einsatz.

1972

11. Oktober

Brand bei Schüßler Herbert Haus N0 28 Obergasse. Der landwirtschaftliche Teil brannte nieder. Das Wohnhaus konnte mit Mühe gerettet werden. An diesem Abend war im Zuge der Brandschutzwoche eine Großübung in Mundraching angesetzt. Zum Glück war die Feuerwehr noch nicht fort.

1973

5. September

Einsatz der FFW Thaining beim Brand in Issing bei Stangl Heinrich.

1976

 

Sehr trockener Sommer. Vom 11.6. - 17. 7. Hatte es nicht geregnet. Die FFW befüllte Jauchefässer aus dem Wiedmann - Weiher um die Feldfrüchte zu gießen.

1976

15. August

Brand der Landwirtschaft von Benedikt Hager in Hagenheim.

1976

23. Oktober

Brand des Feuerwehrhauses: Nachts um ca. 200 brannte die Aschentonne von Ellersik. (ehem. Doktorhaus in der Obergasse Haus Nr. 9. ) Diese entzündete den Schuppen, der an die Garage, die als Feuerwehrhaus diente, angebaut war. Beides wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Frau Ellersik lief zum "Alten Wirt" um Hilfe zu holen. Einige schon stark angetrunkene Zecher räumten das Feuerwehrhaus aus, verteilten die Gegenstände wahllos im Garten, und versuchten den Brand zu löschen. Als ihnen dies nicht gelang lösten sie die Sirene aus.

1977

24. Juli

Brannte der landwirtschafliche Teil des Anwesens der Kramer Katherina Haus Nr. 29 Untergasse. Nachts 4oo. Die FFW war an diesem Wochenende zur Bergmesse auf der Landsberger Hütte.

1978

20. September

Brannte nachmittags um 1630 das landwirtschaftliche Anwesen von Michl Karl in Issing. Dank des schnellen Eingreifens der Thaininger Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindert werden.

1981

19. August

Brannte der landwirtschaftliche Teil von Geisenberger Marzellus Obergasse

Haus Nr. 30 um 1530. Das Wohnhaus konnte mit Hilfe der Wehren aus Dießen, Landsberg, Pflugdorf /Stadl und Issing gerettet werden.

1985

19. Juni

Um 1500 Einsatz der FFW Thaining bei einem Großbrand inStadl.

1986

15. Juli

Brannte, um 1100, in Issing der landwirtschaftliche Teil des Anwesens von Stangl B. nieder. Die FFW Thaining war sehr schnell am Einsatzort. Brandursache: zündelnde Kinder.

1988

7. Januar

Einsatz der FFW Thaining beim Großbrand in Pitzeshofen um 1510. Das landwirtschaftliche Anwesen der Fam. Schnitzler brannte nieder.

1988

8. Juli

Einsatz der FFW Thaining beim Großbrand der Fam. Deininger in Issing um 2235. Brandursache: Blitzschlag.

1988

26. Juli

Einsatz der FFW Thaining bei einem Schwelbrand in der Schreinerei Bayr in Thaining Schmiedgasse 41. Mit Hilfe des Atemschutzes der FFW Reichling konnte das Feuer im Keim erstickt werden.

1988

19. August

Einsatz bei einem Ölunfall bei der St. Wolfgangskirche. Ein Langholz Fahrzeug verlor den Dieseltank. Dabei flossen ca. 400 Liter Diesel in den Oberflächenkanal. Die FFW Diessen wurde zu Hilfe hinzugezogen.

1990

4. Juni

Einsatz der FFW Thaining bei einem Unfall an der Kreuzung Thaining / Pflugdorf -Stadl. Um 1523 wurde eine eingeklemmte, junge Frau mit Spreitzer und Schere aus ihrem Fahrzeug befreit.

1990

22. Juli

Einsatz der FFW Thaining mit Atemschutz um 1735 bei einem Küchenbrand der Fam. Bayer Weiherweg Haus 17. Brandursache: Fritteuse.

1990

16. September

Einsatz der FFW bei einem Unfall zwischen Issing und Ludenhausen um 2305. Eine eingeklemmte Person mußte aus dem Pkw befreit werden.

1990

24. Oktober

Einsatz der FFW Thaining bei einem Unfall um 1150. An der Kreuzung Issing -Oberhausen - Thaining war ein Lkw mit einem Pkw zusammengestoßen. Der Lkw kippte um. Öl und Diesel mußten aufgefangen werden.

1990

2. Dezember

Einsatz der FFW Thaining bei einem Unfall an der Kreuzung Thaining - Pflugdorf /Stadl um 1415.

1991

29. März

Suchaktion: Die FFW Thaining suchte eine vermißte junge Frau im Bereich Urtele.

1991

27. August

Einsatz der FFW Thaining bei einem Unfall an der Kreuzung Issing - Oberhausen - Thaining um 1140.

1994

17. Januar

Einsatz der FFW Thaining bei einem Autounfall am Streicherhof um 638.Eine eingeklemmte Person wurde mit Spreizer und Schere aus einem PKW befreit.

1994

13. April

Stromausfall: In der Nacht vom 12. auf den 13. fiel eine Menge sehr nasser Schnee der die Stromleitungen reißen ließ und die Masten knickte.Der Strom kam erst um 1800 wieder. In der Zwischenzeit ermöglichte die Feuerwehr den Landwirten mit dem Stromaggregat das Melken.

1994

8. Mai

THL bei einem Unfall auf der Kreuzung Thaining / Pflugdorf. Eine eingeklemmte Person wurde mit Spreizer und Schere aus einem PKW befreit.

1994

21. Dezember

Zimmerbrand um 1910 bei Stork Christine Schmiedgasse Haus Nr. 16

1998

26. Dezember

Einsatz der FFW. Zimmerbrand bei Wiedmann Helmut am Weiher Haus 17. Ursache: Weihnachtsgesteck. Das Esszimmer brannte völlig aus. Schlimmeres konnte verhindert werden.

1999

3. Januar

Verkehrsunfall auf der Straße zum Hardt mit Hubschraubereinsatz.

1999

21. Mai

Pfingsthochwasser durch starke Regenfälle. Bei dem Jahrhunderthochwasser war die FFW fast 3 Tage ununterbrochen im Einsatz, um 14 vollgelaufene Keller auszupumpen. Die Feuerwehren aus Issing, Ludenhausen, Kinsau, Utting, Dießen, Kaufering, Landsberg und THW Landsberg unterstützten uns.

2000

6. +7. August

Hochwasser am Weiher. 2 Tage lang musste der Weiher ausgepumpt werden.

2000

21. September

Hochwasser durch starke Regenfälle. Um ein Überlaufen des Weihers zu verhindern musste er abermals ausgepumpt werden.

2001

August

Wohnhausbrand, Dorfplatz 3. Das Dachgeschoß brannte völlig aus.

2002

August

Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens, Obergasse 19. Das Wohnhaus konnte gerettet werden.

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr"
Quellen:
Eigene Aufzeichnungen
Hans Greisl,
Georg Stechele sen.
FFW Thaining

von Alfred und Magda Mastaller